Bäume wachsen alle zur Sonne, aber der Platz ist begrenzt. Förster entfernen einige, um den vielversprechendsten das Wachsen zu ermöglichen und sie zu dem Holz für unsere Häuser und Möbel werden zu lassen.
Diese waldbauliche Massnahme heisst «Auslichtung» und bezweckt spezifisch:

Der Wald ist ein Kokon, der plötzliche Veränderungen nicht gewohnt ist. Die Förster greifen mit kleinen Eingriffen ein und respektieren die natürliche Atmosphäre des Waldes und seine Bewohner.
Um dies zu tun, wählen die Förster sorgfältig die zu entnehmenden Bäume durch eine Operation namens «hämmern » das darin besteht, die ausgewählten Bäume zu markieren.
Zusammenfassend handelt es sich um eine gezielte Intervention zur Gestaltung des Waldes, um sicherzustellen, dass die zu Reife heranwachsenden Bäume von bester Qualität sind, wodurch die Holzproduktion und die Erhaltung einer Waldatmosphäre optimiert werden.

Diese Lichtung begünstigt auch das Aufkommen junger Bäume, die die Zukunft des Waldes sichern, begleitet von sonnenliebenden Blumen und Kleintieren.
Das Entfernen bestimmter Bäume lässt auch Licht in den Bestand eindringen, wovon die vorhandenen Sämlinge unter dem Kronendach profitieren. Diese können auf lange Sicht die Nachfolge sichern regenerieren der Wald.
Einige Blumen wie der rote Fingerhut (Roter Fingerhutund viele andere profitieren ebenfalls von diesem Glücksfall, ebenso wie verschiedene Insekten, Vögel oder Reptilien.

Die Durchforstungsmaßnahmen werden während der gesamten Lebensdauer des Bestandes in regelmäßigen Abständen, die als «Umtriebe» bezeichnet werden, wiederholt. Die Dauer eines Umtriebs hängt von den Baumarten, der Struktur des Bestandes und der Art der Forstwirtschaft ab. Ein Beispiel hierfür ist die «Mischbestockung mit Dauerwald» (Plenterwirtschaft), die insbesondere darauf achtet, die Lichtzufuhr durch gezielte Entnahmen zu dosieren und gleichzeitig eine permanente Waldbedeckung zu erhalten.